Hammock-Camping oder: Übernachten in der Hängematte

Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem Thema Hängematte im Outdoorbereich beschäftigt.
Mich hat es gereizt, mal in so einer Matte zu übernachten und ich war bei meinen Recherchen überrascht zu sehen, dass es eine ganze Hängematten-Fangemeinde gibt.

Also habe ich mir meine 1. Outdoorhängematte gekauft. Ein Set mit integriertem Moskitonetz und einem kleinem Tarp als Regenschutz.

Bis auf einige Probeaufbauten dauerte es aber noch, bis ich meine 1. Nacht darin verbringen sollte.
Dieses geschah dann im Juli 2015 auf meiner Fahrradtour entlang der Elbe.
Ich schlief besser als erwartet, obwohl es gleichzeitig ungewohnt war. Als besonders „fummelig“ empfand ich das Positionieren der Isomatte.
Ja, es braucht tatsächlich eine Isolierung von unten. Der Schlafsack alleine genügt nicht.
Mit seinem Körpergewicht drückt man nämlich die Isolierung (Daunen, Kunstfasern) des Schlafsacks zusammen und durch die umgebende Luft, die von unten entlang streicht wird es schnell kalt.

Hinzu kam die Besonderheit, dass diese Hängematte den Eingang von unten hat. (Ein Schlitz von unten, der sich beim Hereinklettern von selbst mit einem Klettverschluss verschliesst).
Dadurch musste ich die Isomatte erst zur Seite schieben, hereinklettern, um dann die Isomatte wieder unter meinen Rücken zu bekommen. Das machte nicht so viel Spass.

Ansonsten hat es aber gut geklappt und ich konnte die Hängematte während der Radtour noch ein 2. Mal nutzen.
Nebenbei gibt die Hängematte, richtiger Aufbau vorausgesetzt, einen tollen Sitz mit Rückenlehne ab.

Um nicht die Isomatte immer in die Hängematte zu „fummeln“, habe ich mich schlau gemacht (im www und einem Hängemattenbuch) und herausgefunden, dass die meisten Leute sich als Isolierung einen sogenannten „Underquilt“ unter die Hängematte hängen. Das ist, wie der Name schon sagt, einer Decke ähnlich (oder ein halber Schlafsack) der mittels Gummizügen eng unter den Hängemattenstoff befestigt wird.
Somit kann die Isolierung nicht plattgedrückt werden und es bleibt schön warm :-).
Also bastelte ich mir aus einem alten Schlafsack einen Underquilt und testete diesen für eine Nacht an meiner anderen Hängematte.

Bei dieser Hängematte habe ich einen seitlichen Reissverschlusseingang, welches ich doch deutlich praktischer finde. Hier liess sich alles komfortabel aufbauen und der Effekt des Quilt machte sich bemerkbar. Vielleicht muss ich noch etwas nachjustieren, aber ansonsten hat alles funktioniert.

Um es mit meiner 1. Hängematte auch so komfortabel zu haben, habe ich vor dort einen seitlichen Reissverschluss einzunähen. So kann ich dann auch bequemer einsteigen!
Es gibt also immer viel auszuprobieren und zu testen. Auch wenn nicht alles perfekt ist, so macht es mir trotzdem grossen Spass.
Falls sich jemand von Euch auch mit dem Thema Hängematte beschäftigen möchte, empfehle ich Euch folgende links (englisch):

Internetseite:  the ultimate hang.com

Buch: The ultimate hang

2 Antworten auf “Hammock-Camping oder: Übernachten in der Hängematte”

  1. Danke Tim,
    für deinen wirklich tollen Blog, der mich schlussendlich auch davon überzeugt hat, das ich mit eine Outdoor Hängematte zugelegt habe. Ich habe mir die Hennessy Explorer Asym Classic von haengemattenshop.com bestellt, die leider bis jetzt noch auf ihren ersten Einsatz wartet. Laut einigen Zeitschriften soll das Teil ja so ziemlich das Beste sein was es so gibt. Mit 1,5 kg ist sie auch sehr leicht, Moskitonetz, Regendach usw. und man steigt von unten ein. Damit erspare ich mir quasi das Zelt. Ich bin schon wirklich gespannt wie das Ding im Einsatz funktioniert. Ich hoffe, dass sich dafür bald eine Gelegenheit ergeben wird.

    Grüße, Richi

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  2. Hallo Richi,
    es freut mich, dass dir mein Blog gefällt. Ich habe auch länger nicht mehr in der Hängematte geschlafen, wird mal wieder Zeit ;-). Dir viel Spass bei der 1. Übernachtung.

    Viele Grüße
    tim

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