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Müritz Nationalpark-Weg

Mein Kumpel Rolf und ich sind einen Teilabschnitt des Müritz Nationalpark-Weges gewandert.
Für 4 Tage ging es von Wesenberg über Fürstensee, Carpin, Neustrelitz wieder nach Wesenberg.

Hier ein Einblick mit einigen Fotos unserer kleinen Wanderung:

1. Tag:
Wir starteten in Wesenberg, gingen an der Burg vorbei immer am Woblitzsee entlang.

Irgendwann bog der Weg links vom See ab um dann auf den offiziell ausgeschilderten Müritz Nationalpark-Weg zu stossen. Jetzt ging es immer an einer Bahntrasse entlang.
Irgendwann erreichten wir das Örtchen „Groß Quassow“ in dem sogar ein Storch nistete.
Wir sahen aber auch öfters in der Gegend immer wieder unbewohnte, zum Teil verfallene Häuser. Man merkt doch, dass viele junge Menschen irgendwann in die Städte ziehen.

Weiter ging es entlang der Strasse. Uns fiel auf, dass wir die meiste Zeit leider auf asphaltierter oder mit Steinplatten verlegter Strecke wanderten. Es ging zwar durch eine nette Landschaft, es war aber nicht so aussergewöhnlich und abgeschieden wie erhofft.

Wir kamen noch an einer netten, kleine Schleuse vorbei. Dann ging es irgendwann in den Wald am Rande des Naturschutzgebietes „Kalkhorst“. Dort stand ein grosser Findling, auf dem eine witzige „Eulengeschichte“ eingraviert war.
Als wir in der Nähe vom Ort „Strelitz Alt“ waren, entschlossen wir uns direkt nach Neustrelitz zu wandern. Dort wartete die erste Unterkunft auf unsere müden Wanderbeine.
Laut offiziellem Weg wäre Fürstensee der Endpunkt der ersten Etappe gewesen. Dort haben wir jedoch keinen Übernachtungsplatz gefunden und sind deshalb nach Neustrelitz ausgewichen.

Wir fanden sogar eine recht „grüne“ Route nach Neustrelitz, teilweise durch ein Waldstück.
Am späten Nachmittag erreichten wir unsere sehr schöne Unterkunft mit angeschlossenem Restaurants und sogar Kino. Erst mal wurde sich ein Stündchen ausgeruht, bevor es noch etwas deftiges zu essen gab.

2. Tag:

Am nächsten Morgen ging es nach einem kräftigen Frühstück zur Bushaltestelle, um aus Neustrelitz herauszukommen und bis kurz vor Fürstensee zu gelangen. Hier setzten wir unsere Wanderung erst entlang der Straße und dann durch ein schönes Waldgebiet weiter fort.
Wir kamen an mehreren Seen vorbei und genossen die Stille.

Dieser Weg durch den Wald wahr wieder eine selbstgewählte Abweichung vom Hauptweg. Und auch als wir aus dem Wald kamen und die Landschaft in Wiesen und Felder überging, entschlossen wir uns, erneut einen anderen Weg als den offiziellen Müritz Nationalpark-Weg zu gehen. Dieser Weg war mit einem Eichhörnchen gekennzeichnet.
Wir sahen mehrfach Kraniche auf den Wiesen, die es hier als Kolonien in der Gegend gab.

Wenig später wechselte der Weg wieder in einen Wald. So war die Strecke abwechslungsreich und wurde nicht langweilig. Kurz vor einem See, an dem sich auch ein Waldausflugsheim für Jugendliche befindet, stiessen wir wieder auf den Müritz-Weg.
Bevor wir auf diesem weiterliefen gab es aber erst mal ein Break an einem schön angelegten, überdachten Pausenplatz.
Danach einem schmalen Pfad am See entlang, ein Stück durch ein Wäldchen, wieder Wiesen und Felder bis zum Zielort Carpin.
Kurz vor unserer Unterkunft kamen wir an einer süssen, kleinen Kirche vorbei. Ob diese auch noch genutzt wurde konnten wir nicht herausfinden.

3.Tag:
Am Vorabend waren wir natürlich noch essen. Im einzigen Restaurant des Ortes, wie es schien. Als wir es um 21:20 Uhr als letzte Gäste verliessen, ging auch gleich hinter uns das Licht aus.

Heute geht es durch das Unesco Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder Deutschlands“ Serrahn.
Wir sind schon ganz gespannt, biegen bald von der Strasse in den Wald ein. Die Sonne kommt raus und lässt die Umgebung in einem schönen Licht erscheinen.
Bald kommen wir an ein Schild, welches uns darüber Auskunft gibt, dass es nur noch 700m bis zum Unesco Weltnaturerbe ist. Nach ca. 200m kommen wir an einem See mit Insel der eine mystische Stimmung ausstrahlt. Ein wirklich besonderer Ort.
Als wir an einem Informationshaus mit einer kleinen Ausstellung zum Wald vorbeikommen, wissen wir: Jetzt sind wir im Unesco Weltnaturerbe. Der Wald mit seinen dicken Buchen ist wirklich schön, wir sind aber der Meinung, so etwas gibt es auch in anderen Gegenden ohne das es als Weltnaturerbe ausgezeichnet ist. Allerdings führt der Wanderweg auch nur ein kleines Stück am Rande des Gebietes entlang. Wahrscheinlich um das Gebiet vor zu vielen Touristen zu schützen.

Nach einiger Zeit nehmen wir noch einen Abstecher zu einem Beobachtungsstand. Laut unserer Karte kann man von dort mit etwas Glück Adler beobachten.
Wir erklimmen eine Art Hochsitz-Kanzel und haben einen tollen Überblick über ein Sumpf- und Seegelände, welches ringsherum von Wald umgeben ist.
Mit den Adlern haben wir leider kein Glück, aber gelohnt hat sich der Extraweg trotzdem.

Weiter geht es durch die schöne Waldgegend, bis sich die Landschaft langsam lichtet. Dann stossen wir auf die erste Hauptstrasse die uns Richtung Neustrelitz führt, wo unsere nächste Herberge ist.
Leider geht es eine ganze Zeit entlang der Strasse bis wir im Zentrum sind. Dort gönnen wir uns erst einmal einen schönen Eisbecher ;-).

Ja was denn nun? Erlaubt oder verboten?

4. Tag:
Am nächsten Morgen starten wir bei bedecktem Himmel entlang des Zierker Sees. Das Slawendorf, ein Nachbau aus der Zeit der Slawen hat leider noch nicht geöffnet, also wandern wir weiter.
Neben kurzen Strassenabschnitten führt der Weg hauptsächlich durch Wälder. Sehr schön, das gefällt uns gut.
Irgendwann kommen wir an den Langhäger See. Hier machen wir eine kleine Pause und schon kommt auch die Sonne heraus. Auch ein paar Häuser gibt es hier mitten in der „Walachei“. Es führt keine Teerstrasse hierher, nur unbefestigte Waldwege.

Jetzt haben wir es nicht mehr weit zu unserem Ziel Kratzeburg. Dort wollen wir die Bahn zurück nach Wesenberg nehmen. Und wir haben Glück: Als wir auf dem Bahnsteig ankommen, fährt 5 Minuten später auch schon unser Zug ein. Mit diesem geht es bis Neustrelitz, dort steigen wir in einen Regional-bummelzug um und sind schon bald in Wesenberg.
Noch ein paar Kilometer bis zu unserem Ausgangspunkt, die Kanumühle. Dort wartet schon eine kleine, vorgeheizte Hütte auf uns.
Eine schöne Tour, der Wettergott war mit uns, was wollen wir mehr?

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