SMD Deschutes Tarp. Review

Deschutes Tarp von Six Moon Designs


Auf einer Wanderung auf dem Gendarmstien in Dänemark konnte ich für drei Nächte das relativ neue Deschutes Tarp von Six Moon Designs® ausprobieren.

Da ich noch keine Erfahrungen mit anderen UL-Tarps habe kann ich es auch nicht vergleichen. Daher folgt einfach mein persönlicher Eindruck davon.

Hier erst mal ein paar Fakten:

  • Gewicht: 403g (mit abgedichteten Nähten)
  • Maße: Länge max. 266 cm / Breite max. 203 cm / Höhe max. 123 cm
  • Packmaß: ca. 16 x 16 x 6 cm
  • Benötigte Heringe: 6 Stck. +2 Stck. für zusätzl. Abspannleinen
  • Aufstellung: Mit einer Aufstellstange oder Trekkingstock
  • Kombinierbar mit dem SMD Serenety Net Tent
  • Material: SilNylon
  • Mit kurzem Zip
  • Inklusive Packsack
Für mich als UL-Neuling kam das Deschutes-Tarp überraschend klein und leicht daher.
Der Packsack ist großzügig geschnitten, so das man das Tarp auch gut einpacken kann, auch wenn man es nicht optimal zusammenlegt.
Es liegt eine Aufbauanleitung in schriftlicher (englisch) Form vor. Diese ist auch leicht nachzuvollziehen.
Der Aufbau gestaltet sich recht einfach, man kann danach die Spannung mit den vorhandenen Gurtbändern nachjustieren.
Deschutes-Tarp mit geöffnetem Reissverschluss
An der Frontseite gibt es einen kurzen, hinterlegten Reissverschluss der das Rein- und Rauskommen erleichtert und zusätzlich einen erweiterten Ausblick gestattet. Diese Front wird mit einer Schnur abgespannt, die auch nach dem Aufbau noch justierbar bleibt. 
Nach dem Öffnen des Reissverschlusses kann man die herabhängenden Tarpenden nach innen hochklappen und in dort angebrachte Kunststoffknebel einhängen. 
Draufsicht mit nach innen hochgeklappten Eingang
Das Deschutes Tarp hat bei Regen absolut dicht gehalten. Allerdings hatte ich reichlich Kondenswasser auf der Innenseite des Tarps. Ich hatte aber über Nacht auch vorne den Reissverschluss  geschlossen, so dass die Luftzirkulation eingeschränkt war.

Das, was ich als störender empfand war, dass ich mit meinem Fussende des Schlafsacks gegen die Tarpwand stiess. Dadurch wurde mein Daunenschlafsack nass. Er wärmte zum Glück weiterhin gut.
Da ich mit 174 cm nicht gerade zu den großen Leuten gehöre, hatte ich dieses bei 266 cm Längenangabe vom Tarp nicht erwartet. Natürlich muss ich einige cm in Fusshöhe abziehen, es sollte aber doch genug Fussfreiheit vorhanden sein. Vielleicht erreiche ich es durch verbesserten Aufbau und optimalere Liegeposition.
Für grosse Menschen stösst es aus meiner Sicht jedoch an seine Grenzen.

Seitenansicht

Ansonsten war ich sehr angetan vom Tarp. Ich konnte neben der Liegefläche noch meinen Rucksack mit hereinnehmen und noch einige, kleine Utensilien am Trekkingstockende lagern.

Um genauere Erfahrungen zu sammeln, muss ich noch ein paar weitere Übernachtungen im Tarp machen.
Wenn jemand auch Erfahrungen mit dem Deschutes-Tarp gemacht hat oder Tipps dazu geben kann, schreibt mir gerne!

Rückansicht
Update !!!

Umsetzung einiger Tipps beim Aufbau:

Durch Tipps von einigen Leuten im Ultraleicht Trekking Forum  konnte ich den Aufbau des Tarps verbessern und so die Liegefläche in der Länge etwas erweitern.
Hier einige Fotos dazu:

Mehr Raumgewinn durch höhere Abspannung (Teleskopstock ist länger ausgefahren, ca. 140cm).
Dadurch hebt sich das Tarp deutlich weiter vom Boden ab und man hat mehr Belüftung von unten.

Hier bei geöffnetem Eingang: Das Tarp hat rundherum einen grösseren Spalt zum Boden. Dadurch ist  der Abstand der Schrägen (bei der Liegefläche) etwas weiter und bietet somit etwas mehr Platz in der Länge.

Nutzung der 2 zusätzlichen Abspannpunkte: Mit dem Abspannen der 2 Abspannpunkte an Kopf- und Fussende (mit ca. 2m Reepschnur) wird die Tarpwand deutlich steiler und man stösst nicht mehr so schnell dagegen.

Vielen Dank an Alle, die mir mit den Tipps weitergeholfen haben!
Ein Liege- und Übernachtungstest steht noch aus, da ich bisher dafür noch keine Zeit hatte. Man sieht aber schon (wie ich finde) auf den Fotos einen deutlichen Unterschied zur alten Aufbauart.