Heimfahrt

Die Nacht war doch etwas kälter als erwartet. Gefühlt habe ich kein Auge zugetan. Und als ich aus dem Zelt krieche,  merke ich es auch sofort : Mich fröstelt richtig und ich sehe manchmal meinen Atem als Dampfwolke.
Die Sonne geht gerade auf und nach einem warmen Tee und einem Müsliriegel  starte ich um 08:30 Uhr. Neuer Frühstart-Rekord!  😉
Nun fahre ich auf herrlichen Wirtschaftswegen durch Wiesen und Felder bis Hohenlockstedt.  Dort gönne ich mir  in einem Café ein schönes Frühstück mit Milchkaffee.
Weiter geht es durch Kellinghusen,  Wrist,  Weddelbrook und Lentföhrden.
Nun ist es nicht mehr weit zu meiner Ulzburg und durch eine windgeschützte Strecke bin ich geschwind da 🙂

Durch das Land der Windräder und Kohlköpfe

Jetzt geht’s wieder zurück. Aber auf anderen Wegen als auf der Hinfahrt.
Ich folge Landstraßen und Feldwegen, komme an vielen Windrädern vorbei und überall begegnen mir Trecker mit ihren speziellen, langen Anhängern für die Kohlernte.
Irgendwann bin ich am Nord-Ostsee-Kanal und überquere ihn Höhe Hochdonn mit der Fähre.
Weiter geht’s und jetzt kann ich es auch endlich sagen : Ich war in Wacken!
Weil: Durch diesen weltberühmten Ort fahre ich und sehe auch (unübersehbar) einen Turm mit der entsprechenden Begrüßung.
Dann überquere ich die A 23 und mache mir Gedanken um einen Übernachtungsplatz. Campingplätze gibt es hier nämlich nicht.
Nach einiger Unsicherheit finde ich einen Feldweg der als Sackgasse am Flugplatz Hungriger Wolf endet.
Dort will ich mein Zelt auf der Wiese aufstellen. Zu allem Glück kommt auch noch der Bauer vorbei und hat nichts dagegen.  Es fügt sich, wie so oft, alles von selbst 🙂

Verquirlte Schafsscheiße und andere Unannehmlichkeiten

Heute ging es um 10:15 Uhr los. Friedrichskoog ist das Ziel. Es geht über Landstraßen,  Wirtschaftswege, das Wetter ist bedeckt aber trocken. Es weht ein leichter Wind. Mal von der Seite, mal von vorne.
Irgendwann geht es über das Störsperrwerk. Nachdem ich am Deich so langsam genug von der ganzen Schafsscheiße habe (ich bin mit dem Rad fast weggerutscht) und auch die Gattertüren nerven, überlege ich, ob ich lieber auf der Straße weiter fahre.
Aber zum Glück schaue ich noch mal über den Deich und sehe auf der Wasserseite auch einen Radweg. Und zwar ohne Schafsscheiße!
Also geht es dort weiter. Bald kommt die Fähre bei Brunsbüttel über den Nord-Ostsee-Kanal. Da kommt es leider sehr doll nass von oben runter und ich ziehe meine Regensachen an.  Die Hoffnung, dass es gleich wieder aufhört, wird erst nach einer halben Stunde im strömenden Regen war.
Von innen durchgeschwitzt, von außen Regen-nass geht es weiter bis ich nach 71 km  um 16:15 Uhr den Campingplatz bei Friedrichskoog erreiche.
Nach einer warmen Dusche gibt es ein selbstgekochtes Tütengericht.
Morgen ist der Tag bestimmt regenfrei ;-).

Richtung Itzehoe – immer zwischen den Regenwolken

Heute Mittag gegen 13:30 Uhr bin ich Richtung Itzehoe gestartet. Ca.  40 km lagen vor mir. Übernachten will ich bei einem Arbeitskollegen.
Bei schönem Sonnenschein mit Schäfchenwolken fuhr ich los und es war durchweg eine schöne Tour. Teils auf Landstraßen, meistens aber auf befestigen Feldwegen.
Jetzt sitze ich hier bei einem Bier und morgen geht es weiter.
Hier noch ein paar Fotos.